Meine Reise durch Yoga Nidra!

Endlich! Einen Moment Ruhe, ich bin ganz alleine! Auf meiner Yogamatte. Die ist frisch abgewischt und verströmt einen zitronigen Duft, der direkt über das Limbische System in meinem Gehirn gute Laune vermitteln soll. Das klappt vielleicht auch noch.

Eine Stimme sagt „Lass Deine Gedanken zur Ruhe kommen.“  Und dann geht es los:

Essen abbestellen in der Schule…Wieso hat mein Sohn eigentlich jeden Tag Löcher in den Socken?… Wo kaufe ich jetzt eigentlich Socken? … Oh, ich muss Mama dringend anrufen! … Haben wir eigentlich noch Wein zuhause? … Ach so, in den Körper spüren… Mein linker Gluteus ist aber verspannt heute…Es juckt am Kinn, nee, nicht jetzt kratzen…Heute gehe ich aber mal früh ins Bett…Ich wäre dann auch jetzt fertig mit Meditation…

Und so gestaltet sich meine Meditation eher anstrengend als entspannend.

Vielleicht kennst Du dieses Phänomen. Je ruhiger es um Dich herum wird, desto lauter werden Deine Gedanken. Und auch merkwürdiger…bei mir zumindest.

Ich höre in meinem Umfeld sehr, sehr oft den Satz: “Ich kann nicht meditieren“.

Erstmal vorab, niemand kann das mal eben so. Akzeptanz gegenüber sich selbst und des Prozesses ist wichtig, ansonsten werden wieder unsere Mechanismen aktiviert, die bei Stress zum Einsatz kommen. Und dann ist er wieder da, der alte Glaubenssatz: „Ich kann das nicht.“

Yoga Nidra ist in 10 Stufen aufgeteilt und diese werden immer gleich angeleitet. Die Yoga Nidra Form des Satyananda Systems ist mittlerweile gut erforscht und es gibt viele Studien und Testergebnisse, die erklären, warum diese besondere Form der Meditation so wirkungsvoll ist. Wir lenken Energie zügig durch den Körper, visualisieren Bilder vor dem inneren Auge und entwickeln gegensätzliche Empfindungen. Diese Stufen bringen uns durch verschiedene Bewusstseinsebenen, die unser Gehirn ausmachen. Unser Gehirn wird mit Alphawellen durchzogen, die sonst nur im Zustand zwischen Wachsein und Schlaf messbar sind. Das ermöglicht uns eine Tiefenentspannung die vergleichbar ist mit 2-3 Stunden Schlaf. Wir harmonisieren zudem beide Hemisphären (Gehirnhälften) und schaffen eine Balance zwischen dem Parasympathikus (Ruhenerv) und dem Sympathikus (Aktionsnerv).

Über 10 Monate habe ich mindestens 4x pro Woche Yoga Nidra geübt und diese Meditation hat sehr viel in mir in Bewegung gebracht. Vor allem mental.

Durch die Technik weiß ich was mich erwartet, ich laufe nicht Gefahr, mich im Gedankenlabyrinth zu verirren. Ich werde an die Hand genommen und klar geführt. Wenn ich regelmäßig übe empfinde ich mich viel präsenter im Alltag. Ich kann Situationen besser aus einer Beobachter Perspektive betrachten und Emotionen, wenn nötig, neutralisieren. Das neutralisieren der Emotionen bewirkt, daß wir nicht mechanisch aufgrund alter Denkmustern reagieren müssen. Selbstwirksamkeit bekommt viel mehr Raum, Vertrauen und Intuition haben wieder Kraft und leiten Entscheidungen mehr als Verstand und Vernunft. Das verschafft ein Gefühl von innerer Ruhe und ja, auch Freiheit.

Meine Eindrücke variieren von Session zu Session. So individuell jeder Tag ist, so individuell sind die Erfahrungen. Und so wird auch jeder Mensch seine eigenen Eindrücke während Yoga Nidra empfinden.

Ich kann Dir nur ans Herz legen Yoga Nidra auszuprobieren und Deine Erfahrungen zu machen.

Melde Dich sehr gerne hier wenn Du Fragen hast oder Interesse an einer Yoga Nidra Klasse.

Vielen Dank für Dein Interesse an diesem Text ;o), pass gut auf Dich auf ❤️